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Fotos aus Frankreich  
   
   
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Muster - Tourist-Information  
   

 

 
   

Pampelonne – Zwischen Dünen, Wind und Meer

Ort: Pampelonne
Region: Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département: Var
Einwohner: rund 1.200 (mit Ramatuelle)
Lage: An der Mittelmeerküste, südlich von Saint-Tropez, in der Bucht von Ramatuelle
Gründung & Geschichte: Pampelonne ist kein Dorf im eigentlichen Sinne, sondern ein Küstenabschnitt, der durch seinen Strand weltberühmt wurde. In den 1950er-Jahren, als Brigitte Bardot in „Et Dieu… créa la femme“ hier tanzte, begann der Mythos von Saint-Tropez – und Pampelonne wurde zum Synonym für die neue Freiheit am Meer.


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Touristik

Anreise:
Von Saint-Tropez führt eine kurvige Straße über Pinienhügel hinunter zum Meer. Die Luft riecht nach Rosmarin und Salz, und zwischen den Reben blitzt das Türkis des Wassers auf. Wer aus Nizza kommt, fährt entlang der Küste über Sainte-Maxime und nimmt die Route des Plages – eine der schönsten Panoramastrecken der Provence.

Beste Reisezeit:
Mai bis Oktober, wenn das Meer warm und das Licht weich ist. Im Frühling blüht die Macchia, im Herbst ruht der Strand still unter silbernem Licht.

Unterkünfte & Camping:
Zwischen Ramatuelle und Pampelonne liegen kleine, elegante Hotels, Bed & Breakfasts und naturbelassene Campingplätze, die oft nur durch ein paar Pinien vom Strand getrennt sind. Der Camping Les Tournels gilt als Klassiker – mit Blick über die Reben auf das Meer.

Sehenswürdigkeiten:
Der Strand selbst ist das eigentliche Monument: fast fünf Kilometer feinster, heller Sand, von Dünen gesäumt, mit stillen Abschnitten im Süden und legendären Strandclubs im Norden – Tahiti Beach, Club 55, La Serena. Hinter den Dünen: Weinberge, Oleanderhecken, alte Windmühlen.


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Im Herz des Lichts

Am frühen Morgen liegt Pampelonne in einer fast unwirklichen Ruhe. Das Meer ist ein glattes, milchblaues Tuch, das sich bis zum Horizont spannt. Möwen ziehen schrille Kreise über den Dünen, und zwischen den Holzplanken der Strandstege knirscht der Sand.
Ein alter Fischer, den alle nur „Marcel“ nennen, zieht sein kleines Boot aus dem Wasser. „Früher“, sagt er, „war hier nichts. Nur Wind, Sand und Einsamkeit. Jetzt kommen sie alle – aber das Meer bleibt dasselbe.“

Ich gehe langsam am Rand des Wassers entlang. Der Sand ist noch kühl, der Wind riecht nach Seegras. Weiter nördlich bauen die Strandclubs ihre weißen Sonnenschirme auf, ein Lieferwagen entlädt Kisten mit Wein und Früchten. Pampelonne erwacht.

Mittags färbt sich das Licht golden. Stimmen, Gelächter, Musik. Am „Club 55“ klirren Gläser, ein Kellner bringt Dorade mit Fenchel und einen Rosé aus Ramatuelle. Hinter mir ein Gespräch auf Italienisch, daneben ein älteres Paar aus Lyon, das sich über die alten Zeiten unterhält. „Damals“, sagt sie, „tranken wir hier Pastis auf Holzkisten. Heute kostet das Glas zwölf Euro.“

Doch trotz allem Glamour liegt über Pampelonne eine merkwürdige Sanftheit. Der Wind glättet alles – Spuren, Stimmen, Gesten. Zwischen Pinien und Oleander flimmert das Meer, und über allem schwebt der Duft von Sonne, Salz und feuchtem Sand.


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Markt und Alltag

Jeden Donnerstag verwandelt sich der Platz von Ramatuelle, dem alten Dorf über dem Strand, in ein Farbenmeer. Tomaten in allen Rottönen, Kräuterbündel, Käse aus den Maures, Stoffe, Keramik. Frauen mit Strohhüten lachen, ein Musiker spielt Akkordeon.
Ich spreche mit einer Händlerin, die Lavendelseife verkauft. „Pampelonne?“, fragt sie. „Ah, das ist unser Paradies. Aber nur im Mai oder Oktober. Im August gehört es den anderen.“

Von oben, vom Dorfplatz aus, sieht man das Meer als blaue Fläche zwischen Olivenhainen. Dort unten, wo die Sonne auf die Dünen trifft, endet der Süden.


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Volksfest der Sonne – Fête du Vin et de la Mer

Jedes Jahr im Juli feiern die Bewohner von Ramatuelle und Pampelonne ihr „Fête du Vin et de la Mer“ – ein ausgelassenes Fest, bei dem Wein, Musik und Meer zusammentreffen. Am späten Nachmittag ziehen Fischerboote mit bunten Fahnen an der Küste entlang, begleitet von Gesang und Trommeln. Auf dem Platz tanzen die Menschen, barfuß, mit einem Glas Rosé in der Hand.

„Regarde,“ ruft ein junger Mann, „le soleil boit avec nous!“ – „Siehst du, die Sonne trinkt mit uns!“
Am Strand entzünden sie Feuer, Musiker spielen alte provenzalische Melodien, begleitet von Tamburins und Flöten. Kinder laufen im Kreis, jemand ruft nach mehr Wein, jemand singt ein Chanson von Trenet. Und irgendwann, kurz vor Mitternacht, scheint das Meer selbst mitzuschwingen – ein dunkles, glitzerndes Echo aus Licht, Wein und Lachen.


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Prominente Persönlichkeiten und Legenden

Brigitte Bardot, die Ikone des Ortes, hat den Mythos geschaffen – ihre Anwesenheit machte aus dem einfachen Strand ein Symbol für Freiheit, Jugend und Schönheit. Auch Künstler wie Picasso, Françoise Sagan und Roger Vadim kamen hierher, um das Licht und die Leichtigkeit zu suchen.
Eine lokale Legende erzählt von einem Fischer, der einst einen Delfin rettete – und der Delfin soll, so sagen die Alten, jede Nacht an dieselbe Stelle zurückgekehrt sein, bis der Mann starb.


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Nachklang

Der Wind erzählt von Salz und Zeit,
von Stimmen, die im Schaum verwehn,
vom goldnen Sand, der ewig bleibt,
wenn alle Spuren längst vergehn.


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