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Fotos aus Frankreich  
   
   
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Muster - Tourist-Information  
   

 

 
   

 

Am Fuß des Giganten – Malaucène, das Tor zum Mont Ventoux“

Ort: Malaucène
Region: Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département: Vaucluse
Einwohner: ca. 2.900
Lage: Nördlich von Carpentras, am westlichen Fuß des Mont Ventoux
Gründung & Geschichte: Schon die Römer siedelten hier am Fuß des „Heiligen Berges“. Später wurde Malaucène zur befestigten Stadt der Grafen von Toulouse und ein wichtiger Pilgerort. Im Mittelalter residierte hier zeitweise ein päpstlicher Legat aus Avignon. Heute ist es ein lebendiges, von Zypressen, Oliven und Wein umrahmtes Städtchen – Ausgangspunkt für Wanderer, Pilger und Radfahrer, die den Mont Ventoux bezwingen wollen.


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Morgendämmerung unter dem Ventoux

Die Sonne geht hinter dem weißen Kalk des Mont Ventoux auf,
und ihr Licht taucht Malaucène in einen goldenen Schleier.
Die Dächer glühen, der Himmel ist klar, fast metallisch,
und in den Gassen riecht es nach Holzrauch und Croissants.

Am Brunnen des Place du Marché füllen Frauen ihre Körbe,
ein alter Mann gießt die Blumen vor seiner Tür.
„Il fait beau, mais le vent va tourner,“ murmelt er.
Schönes Wetter – aber der Wind wird drehen.

Hier, am Fuß des „Riesen der Provence“,
ist der Wind allgegenwärtig – der Mistral,
der mit kalter Hand durch die Olivenhaine streicht
und die Kirchenglocke von Saint-Michel erklingen lässt.


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Die Stadt im Licht der Jahrhunderte

Malaucène hat etwas Unaufgeregtes, Erdverbundenes.
Seine Mauern erzählen von Märkten, von Bauern und Pilgern,
von Soldaten, Mönchen und Händlern,
die den Pass über den Mont Ventoux suchten.

Die alten Stadtmauern umschließen ein Labyrinth aus engen Gassen.
Hier riecht es nach Lavendel, nach Seife, nach Wein.
Die Steine sind warm und glatt,
die Fensterläden bunt,
und über allem liegt dieses helle, trockene Licht,
das nur die Provence kennt.

Am Rand der Stadt steht die romanische Kirche Saint-Michel,
und darüber thront, auf einem Hügel, die Kapelle Saint-Siffrein,
ein stiller Ort, von dem man weit ins Tal der Toulourenc blickt.


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Markttag in Malaucène

Mittwochmorgen.
Der Place de la Mairie füllt sich mit Leben.
Körbe voller Aprikosen, Tomaten, Ziegenkäse und Lavendelsäckchen
leuchten im Sonnenlicht.

Eine Händlerin ruft:
„Trois fromages pour cinq euros, mon cher ! Goûtez, ils viennent du Ventoux !“
Der Käse duftet nach Thymian und Fels.
Daneben verkauft ein alter Winzer Rosé aus Gigondas –
leicht, blumig, mit dem Geschmack von Sonne und Staub.

Zwischen den Ständen spielt ein junger Akkordeonist,
und ein kleines Mädchen tanzt barfuß auf dem Pflaster.
Man lacht, probiert, plaudert.
Es ist, als hielte die Zeit den Atem an,
um das Leben zu feiern.


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Prominente Persönlichkeiten und Legenden

Malaucène war einst Sitz eines päpstlichen Sommerpalastes,
erbaut für Clemens V., den ersten Papst von Avignon.
Nur Ruinen sind geblieben – und Geschichten,
die von geheimen Treffen und stillen Gebeten erzählen.

 

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